01 .02. 1972 Verabschiedung des Schiffes durch Admiral
Charlie" Peter und das Marinemusikkorps.
Ablegen von der Tirpitzsmole in Kiel
pünktlich 10.00 Uhr, begleitet von den guten Wünschen der 500 Angehörigen, die
trotz 12 Grad Kälte gekommen sind.
02. 02. Der Bordmeteorologe sagt Sturmtiefs
für Nordsee und Biskaya voraus. Neptun fordert die ersten Opfer.
03. 02: Um 4.30 Uhr Ausschiffung eines
kranken Soldaten in Wilhelmshaven, um Mitternacht Passieren der engsten Stelle
des Kanals bei Dover und Calais.
05. 02. Fahrt in die Biskaya.
Wie könnte es anders
sein, gleich nach Mitternacht kommt Sturm auf. Frühstück im Stehen auf
schwankenden Planken, anschließend Sturmroutine.
Das Gulasch zu Mittag
ißt, wer noch kann.
06. 02. Am Sonntag der erste ökumenische Gottesdienst ist gut besucht und findet allgemeine Zustimmung.
Um 17.00 passieren wir Cabo Finisterre, sind um 23.00 auf der Höhe von Lissabon. Das Wetter ist überraschend ruhig, teilweise sonnig.
07. 02 Gegen 17.30 Ankunft auf dem Ankerplatz in Höhe der portugiesisch-spanischen Grenze.
Abends erster Cocktail mit Würstchen vom Grill.
08. 02. Groß-Reinschiff.
Die E-Mixer montieren
die Beleuchtungsketten für den ersten Hafen.
18.00 Anker auf Richtung Safi.
09. 02. Afrikas Küste in Sicht. 18.00 Ankern einige Meilen vor
Safi.
10. 02. Wegen sehr starker Dünung verholen wir in Hafennähe, l
11. 02. 10.00 Einlaufen
in Safi voller Erwartung
11.15. 02. Besuch in Safi, Ausflüge nach Marrakesch.
15. 02. 10.10 Auslaufen Safi,
Fahrt
entlang Spanisch Sahara.
Die
See ist ruhig, das Wetter schön.
Zweieinhalb Monate sollen uns der
blaue Himmel und die Sonne nicht mehr verlassen.
18. 02. Wir erreichen Mauretanien und
nehmen Kurs auf die Kapverdischen Inseln.
21.26. 02. Fahrt
über den Atlantik bei Windstärke 3 von achtern, ; also wie gewünscht.
Acht Tage kein Land in
Sicht. ;
23. 02. Übungsschießen, 4 U-Jagd-Raketen, Werfen von 2 Was'
serbomben.
27. 02. Gegen 9.00 bei herrlichem
Sonnenschein erreichen wir die Karibik und passieren Sta. Lucia.
01. 03. Passieren von Curacao, 19.00 Ankern 15 sm vom Land
entfernt.
03. 03. Um 11.30 an der Pier von Punta Cardon zur Kraftstoffs
Übernahme.
6.10. 03. In La
Guaira/Caracas.
Ein reiches Programm wartet auf uns.
10.-17. 03. 10.20 Ablegen in La Guaira,
langsame Fahrt durch die Karibik,
vorbei an Puerto Rico und Haiti, dann Richtung Cartagena.
19. 03. Um 10.00 Begegnung mit dem Passagierschiff
Hamburg".
20.-24. 03. Besuch in Cartagena/Kolumbien.
Flug
einer Abordnung nach Bogota.
24. 03. 10.00 Auslaufen.
Marsch durch
die Karibik.
28. 03. Gegen 8.00 Ankern in der Mississippimündung.
Es
kommt Nebel auf und erstmals kühler Wind.
Nachmittags
Sportfest,
1oo-Meilen-Fahrt
den Mississippi aufwärts,
22.00
An« kern vor New Orleans.
29. 03. Bordfest mit Grill.
30. 03.-03. 04.Besuch in New Orleans.
Seit 8 Wochen der erste Regen.
Viel
Arbeit mit Proviantübernahme.
Austausch
der ZOA-Lehrgänge.
05. 04. Herrlicher Sonnenuntergang im
Anblick von Miami Beach und Palm Beach.
Plötzliche
Temperaturstürze,
sonst wenig Abwechslung.
10. 04. Lotse an Bord.
Wir laufen den Hudson River aufwärts bis Manhattan Island.
12.00
Ankern in der New Yorker Upper Bay.
Schiffspflege,
erste Kontakte mit Landdienststellen.
Bei
Nacht herrlicher Anblick der Skyline.
13.04. 10.00 Einlaufen bei strömendem
Regen und ungewohnter Kälte. Liegeplatz: Pier 84 an der 44. Str. West, ungefähr
Mitte Manhattans.
13.-18. 04. Aufenthalt in New York
City.
Diese Stadt voller Gegensätze bringt
ein reichhaltiges Programm und zieht uns in ihren Bann.
18. 04. Auslaufen Richtung Bermudas.
Die
Hälfte der Reise liegt hinter uns.
Mit
nordöstlichem Kurs geht es über den Atlantik.
26. 04. Übungsschießen von 4 U-Jagd-Raketen und 3 Wasserbomben.
27. 04. Gewöhnungs- und Funktionsschießen (40 mm) der Fähnriche.
Des
öfteren Mann über Bord beide Kutter klar" und zu Wasser.
28. 04. Erreichen
der Kanaren, Umrunden der Insel Teneriffa.
12.00 Ankern in der Bahia Santa
Agueda an der Südküste der Insel Gran Canaria.
Teilweise noch schönes Wetter, aber
ungewöhnlich kühl.
Mit Schiffspflege wurde die freie
Zeit ausgefüllt.
2.-6. 05. Besuch in Las Falmas auf Gran Canaria.
Das
offizielle Programm läßt für Privatinteressen genügend Raum.
Bei
niedrigen Temperaturen sind Badefreuden klein geschrie ben.
06. 05. 10.00 Auslaufen: Schaltung III D
72 Stunden-Erprobung der Maschine mit Dauergeschwindigkeit von 20 kts.
09. 05. Ankern in der Baie de Douarnenez.
Schiffspflege und Rollendienst:
Feuer im Schiff", Mann über Bord", auf Bergestation" mit
anschließendem Klarmachen des Schiffes zur Selbstversenkung.
12.i6. 05. Besuch in Brest.
Ein reiches Programm wartet wieder
auf uns; für Mannschaften leider um so weniger.
Es regnete und war teilweise
ungemütlich kalt.
13. 05. 12.00 Großer Empfang beim
Oberbürgermeister mit dem Deutschen Botschafter in Paris.
17. 05. Hektische Tage stehen bevor.
08.50 bei der Offiziersbesprechung
wird ein Tbc-Fall bekannt. Ausbooten des Kranken und Sicherheitsuntersuchung
für die Besatzung muß vorbereitet werden.
Das Wetter: 8 Grad und Windstärke 6, also ungemütlich.
18. 05. Wilhelmshaven wird angelaufen.
10.30
vor Anker.
Ein
Teil der Besatzung wird ausgebootet zum Röntgen.
Um 17.00 endlich Einlaufen und
Festmachen an der Pier in der 4. Einfahrt.
18.00 bis 23.00 Zoll an Bord.
Ausgang für die Besatzung im
Stadtbereich.
20. 05. 13.00 Auslaufen zum Schießgebiet bei Helgoland.
Dichter
Nebel zwingt zu langsamer Fahrt.
Die
Pfingsttage vor Anker.
22. 05. Schießübung am Pfingstmontag wegen schlechter Sicht
ausgefallen.
23. 05. Schießübung.
24. 05. Schießübung.
Besuch
von FlAdm Collmann.
25. 05. Vor Anker östlich der Düne Helgoland.
26. 05. 21.00 Anker auf, um Versorger
Meersburg" in der Aalbaek Bugt zu treffen.
27. 05. Vor Anker in der Aalbaek Bugt mit Versorger
Meersburg".
28. 05. Sonntag. RAS-Übung mit
Meersburg" und Postbeutel' Übergabe zur WO-Schulung.
30. 05. 08.00 Anker auf Richtung Norwegen,
nachdem die ZOAs und 20 Urlauber um 04.00 ausgebootet waren.
31. 05. Kurs Aberdeen bei ungemütlicher Dünung.
Passieren
der Orkneys und der Shetlands in Richtung Färöer.
03. 06. Ein kräftiges Sturmtief zwingt zur Umkehr.
Wir
nehmen Kurs auf Norwegen.
Bei
Windstärke 8 maximale Krängung von 45 Grad. Sturmroutine!
04.-07.06. Fahrt durch den Vestfjord.
Mit
Landnähe stetige Wetter' besserung; herrliche Landschaft.
05. 06. Vorbereitung der Polartaufe.
13.00 Admiral Triton an Bord.
07.06. Ab 14.00 Polartaufe bei herrlichem
Sonnenschein und glatter See. Position: Finnsnes, 25 sm vor Tromsö.
09. 06. 10.00 Ankern vor Tromsö,
14.00
Einlaufen und Festmachen.
09.-15. 06. Routine visit in Tromsö.
Bei
gutem Wetter Exkursionen in die Fjordlandschaft.
13. 06. Auslaufen in Richtung Nordkap und Bäreninsel.
Das
Nordkap ist wegen schlechten Wetters nicht zu sehen.
14. 06. 15.00 Erreichen des nördlichsten
Punktes der Reise bei der Bäreninsel. Bei schlechtem Wetter und stürmischer See
Rückfahrt entlang der norwegischen Küste.
19. 06. 18.15 vor Anker auf Frederikshavn-Reede.
Feier
der letzten Decks- und Abschnittsfeste.
21. 06. 10.15 Admiral
Peter an Bord,
Musterung und Besichtigung der F-Division;
Anker
auf, Marsch Richtung Heimat.
An
kern in der Eckernförder Bucht.
22. 06. Zollabfertigung.
23. 06. 10.00 Einlaufen Kiel und Festmachen an der Tirpitzmole,
Musterung
durch den Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Kühnle.